Bevor ich nun meine selbstgemachte Rassel spiele
Liebe Freunde und Freundinnen, schön, dass ihr alle gekommen seid. Bevor ich nun meine selbstgemachte Rassel spiele, muss ich noch ein paar Worte loswerden. Einige von euch haben sich in den letzten Wochen nicht gerade zurückgehalten, wenn es darum ging, sich über mich und meine selbstgemachte Rassel lustig zu machen. Ich möchte da auch niemanden böse angucken, obwohl ihr, wenn ihr mich gut beobachtet, feststellen werdet, dass ich einige von euch länger und vielleicht auch vorwurfsvoller angucken werde als andere. Vielleicht wirst sogar du es bemerken, Thomas.
Als ich vor ein paar Wochen anfing, mich mit Rasseln zu beschäftigen, war das auch für mich erst einmal eine Möglichkeit, mich von meinem letzten Hobby zu verabschieden. Auch dieses Hobby hatte viele von euch dazu veranlasst, meinen Verstand anzuzweifeln. Gerade was gewisse Aktionen angeht, auf die ich heute nicht weiter eingehen möchte. Wie auch immer. Ich denke, die Tatsache, dass ich vor Gericht freigesprochen wurde, hat sämtliche Kritiker zum Schweigen gebracht. Dass ich schon Stunden nach dem Freispruch nach etwas neuem gesucht habe, dürfte niemandem schwer fallen zu verstehen. Und so kam mir die Rassel, nicht nur als Musikinstrument in einer dunklen Stunde zur Hilfe.
Meine erste selbstgemachte Rassel war noch nicht vollkommen. Wie hätte sie es auch sein sollen? Ich war ja ein blutiger Anfänger im Rasseln. Aber ich fand Freunde unter anderen Rasselbauern. Und diese Freunde haben mir geholfen, mich weiterzuentwickeln. Ihnen werde ich den abschließenden Teil des heutigen Abends widmen. Und während mir die neuen Freunde hilfreich zur Seite standen, haben sich viele von meinen alten Freunden von mir abgewendet. Viele haben gar die Entscheidungen der Gerichte angezweifelt. Ich möchte auch in diesem Fall niemanden etwas vorwerfen, auch wenn ich jetzt einige Sekunden Susanne, Petra und Manuel anschauen werde. Das muss nicht unbedingt etwas mit der Sache zu tun haben.
Bevor ich nun meine selbstgemachte Rassel spiele, möchte ich noch ein paar Worte über das heutige Programm an euch richten. Viele von euch haben daran gezweifelt, dass es möglich sei, anderthalb Stunden zu rasseln ohne dass es langweilig wird. Diese Zweifler werde ich am Ende des Abends fragen, ob sie immer noch dieser Meinung sind. Ich und meine Rasselfreunde sind uns sicher, dass niemand der Meinung sein kann, rasseln sei langweilig. Auch nicht nach anderthalb Stunden.
Den Abend beginnen werde ich mit einigen improvisierten Rasselelementen aus dem Kubanischen. In diesen Improvisationen werde ich freche Akzente setzen, indem ich einige Takte aus dem russischen, ländlichen Raum einbaue. Dem improvisatorischen Teil folgt dann eine Bearbeitung der Titelmelodie des Films Titanic, was an mein vorheriges Hobby anknüpft: die Titelmelodie des Films Titanic. In der Zeit, in der eigentlich eine Pause folgen würde, werde ich bekannte Gedichte rasseln. Ihr werdet überrascht sein, wie schnell ihr erkennen werdet, um welche Gedichte es sich handelt, obwohl ich keine Wörter benutzen werde, sondern nur die Rassel und meine Mimik. Die vorletzte Nummer wird eine 20-minütige weitere Improvisation. In ihr werde ich mein Verhältnis zu euch kreativ interpretieren. Ich werde während dieser Nummer von der Bühne kommen und einige von euch in die Improvisation einbeziehen. Bleibt einfach ganz natürlich auf euren Stühlen sitzen und bewegt euch nicht zu abrupt, da es zu kleineren harmlosen Verletzungen kommen könnte.
Den Abschluss bildet dann eine Gruppenarbeit, die ich mit meinen Rasselfreunden vorbereitet habe. Zu dritt rasseln wir einen Dialog, der auch zum Thema haben wird, wie wichtig Freundschaft ist, auch wenn man wegen diverser Delikte angezeigt, in vielen Fällen aber auch freigesprochen wird. Ich denke, ihr werdet alle etwas aus diesem Programm mit nach Hause nehmen. Vielleicht so etwas wie Wahrheit. Ich wünsche euch viel Spaß und freue mich auf konstruktive Kritik, wenn auch nicht von euch.









Habe mir neulich ein drei Gänge Menü zusammen gerasselt. Geplant war eine Verbindung aus Kartoffeln und Klößen. Aber versuch mal zwei wertgeschätzte Beilagen zu einer Hauptspeise, im Dreiklang ohne Endreim, zu rasseln. Der Druck der Hand war zu fest und als es in cdur auf die Sauce zuging, entglitt mir die Rassel, fiel zu Boden und mir blieb Pommes rot/weiß.