Texte
Bevor ich nun meine selbstgemachte Rassel spiele
Liebe Freunde und Freundinnen, schön, dass ihr alle gekommen seid. Bevor ich nun meine selbstgemachte Rassel spiele, muss ich noch ein paar Worte loswerden. Einige von euch haben sich in den letzten Wochen nicht gerade zurückgehalten, wenn es darum ging, sich über mich und meine selbstgemachte Rassel lustig zu machen. Ich möchte da auch niemanden böse angucken, obwohl ihr, wenn ihr mich gut beobachtet, feststellen werdet, dass ich einige von euch länger und vielleicht auch vorwurfsvoller angucken werde als andere. Vielleicht wirst sogar du es bemerken, Thomas.
Den Akt des Thematisierens thematisieren
Einige erinnern sich vielleicht daran, dass ich ihn – meinen Bart – schon mal zum Thema gemacht habe. Ich dachte eigentlich, dass damit alles geklärt gewesen wäre. Doch nach wie vor versammeln sich Menschen aller Herren Länder um ihn herum und ziehen an ihm. Wo kommt er her? Warum kam er überhaupt? Sie wollen seine Geschichte hören. Deshalb hier noch mal, abschließend quasi, der Text zu meinem Bart.
Ich trage im Winter hochgradig synthetische Strickpullover von C&A. Wenn ich die abends über den Kopf ziehe, dann knistert es Besorgnis erregend und meine Haare bilden einen albernen Haaratompilz. Hätte ich einen festen Freund, dann würde ich das an jedem Winterabend zu seiner Belustigung machen. Wir würden kichern, uns kabbeln und bald würde nicht nur der synthetische Pulli knistern.
Seit fast drei Monaten steht er auf der Fensterbank. Tinas teurer Edelstahltopf. Vor genau drei Monaten haben wir angefangen meine neue Wohnung zu renovieren. Und Tina hatte die wunderbare Idee, einen Kartoffelsalat für den ersten Renovierungstag zu machen. Da haben alle zugestimmt, und sich auf den Kartoffelsalat gefreut.
Seit den frühesten Anfängen der Menschheit gibt es Tod. Viel hat sich da nicht geändert. Tod gibt es immer noch und nach wie vor beschäftigt er die Menschen. Schluss. Aus. Auf Wiedersehen. Danke fürs Zuhören.
Vielleicht wird das ja unser Sommer
Im Sommer kaufe ich mir oft körbeweise Erdbeeren im Supermarkt. Zu Hause schmeiße ich dann die Erdbeeren weg, die schon schimmeln. Den Rest wasche und viertele ich, werfe die geviertelten Erdbeeren in eine Schale und dann schütte ich ein halbes Kilo Zucker rüber und vermische alles recht entspannt.




