10 Jahre Punk Soul Loving Bill
Ja, ich bin ein nostalgischer Typ. Jahrestage sind mir wichtig. So etwas vergesse ich nie. Deshalb vergesse ich auch nicht, dass heute vor 10 Jahren das erste Mal unter dem Namen Punk Soul Loving Bill Musik gemacht worden ist. Bei meinem lieben Freund Matthias Albrecht haben wir uns getroffen und “nur mal so rumprobiert”. Ich hatte einen Zettel mit Texten, er hatte das Equipment, und am Ende des Abends hatten wir neun Stücke.Wobei wir durchaus auch Klangcollagen und improvisierten Texten Raum gegeben haben. Es sind also nicht die klassischen Stücke, die jemand erwartet, der gerne Boney M. hört (was WIR sehr gerne tun). Danach sind wir noch ins Kamp. Auf der Fahrt dorthin haben wir unsere Musik gehört und wir waren uns sicher: Wir sind richtig prall!
Schnell haben wir uns darauf geeinigt, jeden Samstag Musik zu machen. Ich bringe Zettel mit Texten mit und Matthias bereitet Musik vor. Jede Idee, jeder Text soll eine halbe Stunde Zeit bekommen. Wenn in dieser Zeit nichts Interessantes herausgekommen ist, dann legen wir die Idee weg. So entwickelten wir uns zu einer kleinen Fabrik, die mit Jana Duda und Daniel Völzow bald die Unterstützung bekommen sollte, um das Ganze ein bisschen mit frischen Ideen aufzuwirbeln.
Ich glaube, wir haben diese Arbeitsweise vier Jahre durchgehalten. Jeden Samstag in die Fabrik. In die Wohnzimmerfabrik. Ich erzähle gerne, dass wir an die 400 Stücke produziert haben. Wenn man mal richtig nachzählt, stimmt das vielleicht sogar. Viele Stücke haben wir auf CD-Alben rausgebracht. Einige Menschen fanden das seltsam, dass wir in “Alben” gedacht haben, weil wir ja, bis auf unsere 10-inch-Kaiserwetter-EP, nichts bei einem Label herausgebracht haben. Aber wir haben uns sehr viel Mühe gegeben, dass die vier Alben “Punk Soul Loving Bill & The Rod Taylor Body Double Merchandise“, “Kaiserwetter“, “Industrie” und “Rock ohne Druck/Power ohne Nachdenken” als Album funktionieren, also nicht einfach nur Zusammenstellungen von Vorhandenem sind.
Mehr will ich auch gar nicht schreiben. Das liest sich ja eh niemand durch. Wir hatten tolle Auftritte, einen gar in Amsterdam, der uns sehr gefallen hat, und auch in Bielefeld eine Menge. Wir hatten Videos im Hintergrund, weiße Anzüge, aus denen mindestens zwei Bandmitglieder irgendwann rausgewachsen sind, und es hat einfach sehr viel Spaß gemacht, als Band zusammenzusein. Ein pathetisches Dankeschön an Matthias, Jana, Daniel, Britta und allen, die mit uns musikalisch und künstlerisch zusammengearbeitet haben.
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Die Liebe ist ein seltsamer Stein von der letzten Doppel-CD “Rock ohne Druck/Power ohne Nachdenken“.
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Sitzen von der CD “Kaiserwetter”
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Robert von der CD “Industrie“.
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Sommer 2005 von der Doppel-CD “Rock ohne Druck/Power ohne Nachdenken“. (Ich weiß, dass Jana ihre Originalversion lieber hat; ich hoffe, sie verzeiht mir meine Liebe zur Disco







ja: es war schön. oft denke ich samstags an samstags …