Das Offensichtliche übersehen
Ich hatte heute ein sehr interessantes Gespräch mit jemanden, der schon ein paarmal unsere Lesungen besucht hat. In unserem Gespräch hat er nebenbei erwähnt, dass er sich gut vorstellen könnte, dass ich mal auf einer betriebsinternen Veranstaltung lese. Da habe ich gesagt, dass ich das ja machen könnte. Da meinte er: “Wie?”
- Meinte ich. “Na ja, gib mir Geld, dann lese ich betriebsintern.”
- Meinte er: “Das geht?”
- Meinte ich: “Äh, klar geht das. Warum sollte das nicht gehen?”
- Meinte er. “Ich dachte, das würde anders funktionieren?”
- Meinte ich so: “Häh, wie soll das denn anders funktionieren?”
Na ja, so ergab sich ein wunderbares Hin und Her, während dem mir klar wurde, dass man gewisse Dinge anscheinend erst einmal ganz klar formulieren muss, bevor die passieren. Deshalb formuliere ich hiermit ganz klar:
MAN KANN MICH FÜR LESUNGEN MIETEN! DAS GEHT GANZ EINFACH!
Ich bin sehr gespannt, ob das funktioniert. Wenn ja, dann beiß ich mir in den Arsch. Wenn nicht, dann nicht.









Mich würde jetzt interessieren, wie er denn dachte, dass das funktionieren würde.
er hat es wohl für eine göttliche sache gehalten. dass ich halt hin und wieder irgendwo auftauche und dann wieder verschwinde.
aber auch das kostet doch geld. allein die spezialeffekte.
vielleicht bezahlt er dich auch in muscheln!
das kann er gerne machen, solange er sich merkt, dass man autoren für lesungen buchen kann.
aber er sollte nicht denken, dass man autoren nur dann buchen kann, wenn man sie persönlich anspricht. bei manchen wäre das schwierig. oder wenn sie tot sind, was macht er dann?