Herzlich Willkommen auf der Autorenseite von Sacha Brohm
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Ja, meine lieben Freunde und Freundinnen, was macht man mit dem grauen Haar? Das bekomme ich schon seit Jahren, es hat sich eigentlich schon lange auf meinem Kopf etabliert, doch manchmal frage ich mich, ob man, also ich, nicht doch mal mit Farbe drübergehen sollte? Einfach nur mal, um es auszuprobieren. Wer mich kennt, weiß, dass ich vollkommen uneitel bin. Das wird auch auf meinem Grabstein stehen: “Hier liegt ein vollkommen uneitler Mann - Zitat Sacha Brohm”. Und ich würde es ja öffentlich machen, also nicht verhuscht, alleine zu Haus. Womit ich nicht sagen will, dass ich Menschen, die das alleine und vehuscht zu Hause betreiben die schlechteren Menschen seien. Es würde ja sowieso jeder und jede merken, wenn ich plötzlich ohne den grauen Teint im Haar auftauchte. Ist ja nicht so, dass graues Haar plötzlich wegginge, so über Nacht.
Der Bart ist noch nicht vom Grau befallen. Hier und da schon aber noch nicht so penetrant wie an den Kopfhaarseiten. Ich weiß noch nicht genau, wie ich reagieren werde, wenn der Bart grau wird. Weißer Vollbart mit 35? Da muss man nicht mal eitel sein, um das nicht so prall zu finden.
Ach, ich lass die paar grauen Haare aufm Kopp. Das sieht ja auch ein bisschen so aus wie bei George Clooney und auf DEN können sich ja alle einigen. Der färbt sein Haar auch nicht.
Ich komme gerade aus der Kälte, es schneit und ich habe mehr als einmal damit gerechnet, hinzufallen. Jetzt fällt mir auf, dass Schnee gut für den Vollbart ist. Nachdem ich ihn mir aus dem Bart gekämmt habe, greife ich nun in superfluffiges Barthaar. Das gefällt mir gut. Leider bin ich wohl der einzige, dem das gefällt. Na, auf jeden Fall finde ich den Schnee gar nicht mehr so schlimm, wie ich es noch vor ein paar Tagen verlautbaren ließ.
Ich hoffe allerdings, dass er am Montag plötzlich weg ist, denn ich habe nächste Woche Schippedienst in meinem Haus. Das finde ich eher doof. Aber auch das werde ich überleben.
Gibt es etwa Neues über Lesungen oder Texte zu berichten? Nein, momentan nicht. Der Vorverkauf für die letzte Sitzen 73 Lesung läuft perfekt. Es gibt noch ein paar Karten, also husch, husch, schnell zum TAM und die letzten Dinger kaufen. Und textlich bin ich nach wie vor überproduktiv. Das mit meinem Programm “50 neue Texte” ist tatsächlich bald wahr. Ihr dürft euch auf tolle Sachen freuen, wenn ich Ende Mai das erste Mal ein komplett neues Programm vorstelle: “50 neue Texte”.
Schlaft gut.
Der gestrige Bielefelder Bloggerstammtisch (BiBlostati - auf Wunsch vielleicht auch bald in abgeänderter Form: BiBloTwistati, wegen der sich diskriminiert fühlenden Twitterer, was sich aber auch irgendwie alles überschneidet, bald also dann vielleicht auch: BiBloTwiFacestati), der gestrige Bielefelder Bloggerstammtisch also war ein voller Erfolg. Ich habe nicht gezählt aber wenn ich mal so überschlage, dann waren bestimmt an die zwanzig Blogger, Twitterer und Facebooker (das alles natürlich in männlicher und weiblicher Ausführung) in der Tangente. Es wurde getrunken, Schnitzel der humorvollsten Art wurden gegessen und diesmal war ich sogar unter den letzten Anwesenden. Jeder der mich kennt weiß, dass ich nie der Letzte auf so einer Veranstaltung bin. Ich musste aber bleiben, weil es mir so gut gefallen hat. Es gab viele neue Gesichter, wobei man die Gesichter ja schon kennt, aber miteinander gesprochen hat man ja nun noch nicht mit jedem oder jeder. Und auch gestern bin ich nicht dazu gekommen, mit allen zu sprechen. Das nehme ich mir für den nächsten Stammtisch vor. Ich hoffe, wir, die wir schon etwas länger dabei sind, konnten die, die zum ersten Mal da waren davon überzeugen, dass der BiBlostati eine wunderschöne Einrichtung ist. Und wenn ich auch sonst nichts mehr in meinem Leben auf die Beine stelle, wenigstens habe ich diesen Stammtisch ins Leben gerufen. Was will man mehr? Als Deutscher.?!
Hier hat jemand einen netten Beitrag über mein Buch geschrieben. Das finde ich natürlich suuuper. Überhaupt sollten viel mehr Leute was Nettes über mein Buch schreiben. Das fände ich suuuper. Man könnte was Nettes auf amazon über mich schreiben. Das wäre auch suuuper. Oder in einem Blog. Oder im Spiegel. Wie gesagt: suuuper Sache.
Na ja, wenn es sein muss, und sie toll geschrieben sind, dann lass ich mich auch auf negative Kritiken ein. Wir leben ja in einer Zeit, in der man mit allem arbeiten muss, was man bekommt. Und Autoren, die eingeschnappt auf negative Kritiken reagieren sind auch so suuuper unsympathisch. Und wenn ich eines nicht bin, dann ja wohl suuuper unsympathisch.
Also, ich freue mich über tolle Kritiken. Auch noch ein Jahr nach der Buchveröffentlichung.
Ich werde heute zum ersten Mal auf der Poetry Slam Bühne im Bunker Ulmenwall stehen und was vorlesen. Herr Vérollet hat mich eingeladen, was zum Aufwärmen vorzulesen. Ich werde also nicht am Wettbewerb teilnehmen. Trotzdem ist das ein bahnbrechender Schritt: werde ich im nächsten Monat etwa tatsächlich mal im Wettbewerb antreten? Werde ich? Verfolgt es hier auf meiner Homepage, die ich nach wie vor recht schick und benutzerfreundlich finde.
Von den Dächern klatscht fröhlich der rutschige Schnee der letzten Wochen. Wenn man nicht aufpasst - und die bisher herunterfallenden Eiszapfen überlebt hat - kann es vorkommen, dass man unter einer Schneeladung verschwindet. Nein, mir ist das noch nicht passiert. Es würde mich aber nicht wundern, wenn ich heute nach Hause spaziere - ich kann wieder gehen - und mich das weiße Wunder trifft.
Die Karten für die letzte Sitzen 73 Lesung gehen gut weg. Wäre ja schön, wenn wir das TAM ausverkaufen täten. Ich freue mich schon sehr auf diese Lesung, obwohl ich durchaus auch langsam ein seltsames Gefühl bekomme. Wir waren schließlich seit 2005 eine Lesebühne. Und wenn man bedenkt, dass ich mit Volker Backes schon seit 2002 zusammen lese, dann ist diese letzte gemeinsame Lesung schon ein ziemlicher Einschnitt in mein Leseleben.
Aber ich freue mich auch darauf, noch mehr Zeit für Sololesungen zu haben. Und ich werkel natürlich an einer monatlichen Veranstaltung, die möglicherweise ab September starten wird. Mehr weiß ich aber selber noch nicht. Ich hoffe, dass für uns alle, also Stefanie, Volker und mich, genug Platz in Bielefeld ist, um immer genug Publikum anzuziehen. Nichts wäre unangenehmer als ein genervtes Publikum. Das wollen wir nicht. Wir wollen ein gut unterhaltendes Publikum, dessen Mundwinkel bis zu Gott reichen. Wenn Gott im Himmel wohnt. Wenn er in der Erde lebt, dann wollen wir nicht, dass die Mundwinkel des Publikums bis zu Gott reichen. Denn das hieße ja, dass das Publikum nicht lacht oder zumindest lächelt. Nein, das wollen wir nicht. Das will wohl niemand. Oder etwa doch? Nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Selbst wenn Gott links oder rechts lebt, wollen wir nicht, dass die Mundwinkel des Publikums bis zu ihm reichen. Denn dann hätten sie ja nur einen Strich im Gesicht. Schmallippige Gesichter, die zum Lachen udn Lächeln nicht imstande sind. Das wollen wir nicht.
Jetzt ist der Beitrag aber lang genug geworden. Viel Spaß beim Lesen.
…hängt mir tierisch zum Hals heraus. Ich bin kein Schneetyp. Ich bin Herbsttyp. Außerdem habe ich gerade einen schlimmen Fuß. Das bedeutet, dass mein ohnehin aufsehenerregendes Herumstaksen im Schnee noch mal durch den schlimmen Fuß grotesk karikiert wird. Gut, dass es keine “schlimme-Fuß-Lobby” gibt, sonst lauerten mir sicherlich mit Äxten bewaffnete Leute mit “schlimmen Fuß” auf, die sich und ihre “Krankheit” durch mein groteskes Herumstaksen verunglimpft sähen.
Schnee ist unerträglich weiß. Und wenn er nicht unerträglich weiß ist, dann ist er matschig und grau. Beides sind nicht auszuhaltende Zustände. Hinzu kommt, dass die Autos auf den Straßen ins Schlittern kommen können und gegen alte Omas bumsen. Wollen wir das? Niemand kann das wollen mögen. Und wer das doch mögen will, der/die sollte sich schämen bis Blut aus den Ohren kommt.
Und am Wochenende soll es noch mehr schneien. Ich weiß, für aufgedrehte Kleinfamilien ist das die tollste Zeit im Jahr. Aber “quäkende Kinder im Schnee” (btw so heißt mein neues Album mit satirisch gemeinten Kinderliedern) “quäkende Kinder im Schnee” also sind so “out of decade”, dass es schon weh tut.
Schnee, das sind die Schuppen des Teufels. Weil Schnee nur Böses mit sich bringt. Sonst hätte ich geschrieben, es seien die Schuppen Gottes. Aber außer den quäkenden Kindern im Schnee, was für einige Menschen was Gutes bedeutet, bringt Schnee nur Unheil über die Welt. Glitzernd weißes Unheil verpackt in klirrende Kälte voller Kribbelschauer.
Liebe Menschen, ich wünsche euch noch viel Spaß mit dem Schnee. Und wenn ihr mich irgendwo herumstaksen und humpeln seht, dann klopft mir aggressiv auf die Schultern, damit ich hinfalle. Das hätte ich nämlich verdient nach dieser absolut überflüssigen “Hasspredigt auf den Schnee” (einer der Songs auf meinem neuen Album “Quäkende Kinder im Schnee” - mit Absurdo Milan an der elektrisch manipulierten Oboe).
Der vorherige Beitrag erlaubt einen kleinen Enblick in die öffentliche Teilhabe an meinem Blog. In meinem alten Blog hatte ich viel schneller mehr Kommentare. Seit ich diese Seite habe, die ja hauptsächlich dazu gedacht ist, meine Schreib- und Lesetätigkeiten zu thematisieren, fließen die Kommentare spärlicher. Was ich gar nicht so schlimm finde. Interessant ist ja vor allem, dass überhaupt Leute auf diese Seite schauen.
Ich finde, dass Facebook einen gehörigen Anteil daran hat, dass ich nicht mehr so viele Beiträge schreibe wie noch vor einem Jahr im alten Blog. Da gab es ja öfter mal kürzere Mitteilungen über Befindlichkeiten oder Videos, die ich gefunden habe. All das kann man jetzt herrlich schnell bei Facebook erledigen.
Nun könnte man meinen, dass die gehaltvolleren Beiträge dann hier landen. Dem war aber in den letzten Wochen und Monaten nicht so. Ich hatte lange Zeit das Gefühl, dass alles, was ich in ein Blog schreibe auch irgendwo in einen neuen Lesebühnentext passen könnte. Dass ich also interessante Inhalte im Netz verbrate. Zum Beipspiel die Frage danach, bis wann man ein frohes neues Jahr wünscht (eigentlich doch weniger interessant). Manchmal war dem so, oft aber auch nicht. Und dann ist es eigentlich auch egal. Ist es nicht eigentlich auch alles egal?
Ich möchte eigentlich nur sagen, dass ich nach wie vor finde, dass das Konzept Bloggen eine der tollsten Errungenschaften im Netz ist. Neben all den anderen tollen Errungenschaften. Als da wären: (bitte kommentieren).
Und gerade deshalb freue ich mich total auf den ersten Bielefelder Bloggerstammtisch 2010.
Blogger, Bloggerfreunde und alle social networker treffen sich zum herrlich angeregten Quatschen und Geselligsein. Es wird getrunken, gegessen, gelacht und aber auch mal kritsich geguckt, wenn Herr Ridder was allzu Geselliges sagt (was hin und wieder auch süß sein kann, wenn man eine bestimmte Definition von Süße hat) oder wenn @irsign von ihrer vollkommen fanatischen Liebe zu Brett Anderson berichtet (was aber ganz süß ist) oder Onkel Womke lieber steht als sitzt (was aber ganz süß ist) oder Gorgmorg ein Bier in der Hand hält und ein klein wenig müde aussieht (was allerdings total süß ist) oder Little James so lieb dasitzt und lächelt (was ziemlich süß ist) oder wenn all die anderen nackt das Schnitzel tanzen (was auch irgendwie süß ist). Das muss man wenigstens EINMAL erlebt haben. Danach kann man dem Internet Tschüß sagen und wieder Bücher lesen.
Herzlichen Glückwunsch. Dein Gewinn: eine herzliche Umarmung, die ernst gemeint ist. Bitte weiter kommentieren. Der 300. Kommentar bekommt etwas unglaublich Schöneres. Also, anstrengen und fleißig kommentieren. Ich verspreche auch viele neue Inhalte.
Auch ich möchte natürlich ganz brühwarm frohe Weihnachten wünschen: Frohe Weihnachten. Es sieht ja so aus, als würden die Menschen mit Vorlibe für Schnee dieses Jahr auf ihre Kosten kommen. Ich habe wohl oft genug betont, dass ich Schnee unmenschlich finde. Vor allem, weil es mir das Laufen erschwert. Vor allem in diesem Jahr. Aber ich will mich mit allen freuen, die Schnee mögen.
Für die Feiertage habe ich mir nichts vorgenommen. Bis auf die morgige Sitzen 73 Weihnachtslesung. Und am Donnerstag werde ich zusammen mit ganz lieben Menschen Weihnachten feiern. Danach ist ausruhen angesagt. Das hat auch was mit einem doofen Fuß zu tun, der am Ende meines rechten Beines hängt. Doof.
Ich werde mir allerdings ein paar Filme auf DVD angucken, die schon einige Zeit bei mir herumliegen:
Und noch ein bisschen was Anderes. Einige davon habe ich schon gesehen aber noch nie zu Hause auf DVD. Und das ist ja wohl DAS Erlebnis des ausgehenden Jahrzehnts.
2009 war schön. 2010 wird es wohl auch. Es wird einige Änderungen geben, was die Lesetätigkeit angeht. Sitzen 73, meine Lesebühne, wird am 27. Februar ihre letzte Lesung haben. Danach machen wir erst mal Pause. Ich weiß noch nicht, ob wir es ohne einander aushalten werden, aber eine Pause ist bestimmt mal ganz gut, damit jeder für sich schauen kann, wo es hingehen könnte.
ich habe mir schon einige Termine für das nächste Jahr gesichert. Wenn alles gut läuft, werde ich ein Jahr nach meiner Buchpräsentation wieder eine große Sololesung in Bielefeld machen. Das wäre mein Solohighlight 2010. Die Lesung wird auf alle Fälle. “50 neue Texte” heißen. Mehr wird noch nicht verraten.
So, das soll es erst einmal gewesen sein. ich wünsche Frohe Weihnachten und auch schon mal einen guten Rutsch, falls ich doch nichts mehr blogge. Ich hoffe, wir sehen uns 2010 auf vielen guten Lesungen.
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