Brohm woanders

Sacha Brohms zweites Buch (November 2012)

Sacha Brohms zweites Buch (November 2012)

Sacha Brohms erstes Buch

Sacha Brohms erstes Buch

Früher

Gay but boringDer Link zum, das gebe ich gerne zu: prätentiösen Bildchen: hier geht’s lang, dann wird es auch wieder besser! (Besonders gut: der Head & Shoulders-Spot. – Ja, das stimmt!)

Was vom Wochenende blieb

——-Muriels Hochzeit ist immer noch einer der besten, lustigsten, traurigsten Filme, die ich kenne. Immer wenn er im Fernsehen läuft, gucke ich ihn. Und immer wenn die Mutter an einem “Herzinfarkt” stirbt, bin ich sehr traurig, aber auch wütend. Das machen nur wenige Filme mit mir.

——-Spät nachts in einer Spelunke als “Der Bibliothekar” angesprochen zu werden, ist eigentlich ganz nett.

——-Ich werde niemals dieses 2048-Spiel schaffen. Ich war einmal bei 512 und knapp 7000 Punkten. Weiter komme ich nicht. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mal so richtig, wie das funktioniert und ob es einen Trick bei der Sache gibt, aber zehn Stunden am Stück ein Schiebespiel spielen, das ist doch ok, oder?

——-Ich habe einen Haufen sehr lieber guter Freunde, die auch Warsteiner trinken, wenn nichts anderes im Kühlschrank ist, oder: um ein Gläschen Weinbrand/Cola bitten, weil sie dann doch kein Warsteiner trinken möchten (wie verzweifelt sie geschaut haben bei der Bestellung am heimischen Tresen). Das muss man auch mal sagen dürfen, also dass man einen Haufen lieber guter Freunde hat.

Was mich prädestiniert, das Cover der nächsten Men’s Health zu zieren

  • Ich bin ein Mann.
  • Ich bin halbwegs gesund, glaube ich.
  • Ich bin 23, sehe aber aus wie ein 48jähriger, der wie 38 aussehen möchte.
  • Ich lache gerne, wenn ich mich ohne T-Shirt fotografieren lasse, andere allerdings auch.
  • Ich habe ein starkes Interesse an Muskeln.
  • Ich habe zwar selber kein Sixpack, aber wenn ich die wenige Bauchmuskulatur anspanne, sieht es aus, als sei meine Blinddarmnarbe Australien, dort wiederrum leben viele gesunde Männer.
  • Ich weiß theoretisch wie ich mich anziehen muss, um mehr Erfolg bei Frauen zu haben, praktisch laufe ich immer halbnackt herum und lache in Kameras.
  • Meine Vorstellung von einem Traumurlaub: Ich stehe am Strand und reduziere meinen Körperfettanteil, während ich am Rechner ein Mountain Bike designe.
  • Ich möchte anderen Männern zeigen, dass es kein Problem ist, mit nacktem Oberkörper in Kameras zu lächeln.
  • Für mich ist Hampelmännermachen nicht einfach nur eine Art, mich zu bewegen, sondern die Zeit, in der ich darüber nachdenke, wann ich das letzte Mal lächelnd und mit freiem Oberkörper fotografiert worden bin.
  • Ich glaube den Unterschied zwischen Winter- und Sommermuskeln zu kennen.

Der Bielefelder Blogger-Stammtisch

——- Als ich vor nunmehr 2000 Jahren den Bielefelder Blogger-Stammtisch (früher habe ich Bloggerstammtisch eigentlich zusammengeschrieben, aber dann ergibt das große S in der in Fleisch und Blut übergegangenen Abkürzung BiBloStati keinen Sinn – so wenig wie ein gefordertes großes T in der Abkürzung Sinn ergeben würde, aber ich schweife in Geschichtsklitterung ab), als ich also vor nunmehr ungefähr sechs Jahren (keine Geschichtsklitterung!) aufgemacht habe, eher durch Zufall als durch den tatsächlichen Wunsch nach einem Stammtisch, zu dem sich einmal im Monat die ganzen seltsamen Bielefelder Internetleute verabreden, da wusste ich noch nicht, was Geschichtsklitterung überhaupt bedeutet, es waren halt ganz andere Zeiten.

——- Schnell wurde aber klar, dass das ein ganz super Unfall war. Da trafen sich ganz tolle Leute, um miteinander zu plaudern und sich über Schnitzelbestellungen zu beschweren. Es gab große Momente, Paare haben sich kennengelernt, zweitweise saßen wir mit 150 Internetleuten (über den Abend verteilt) in unserer Stammkneipe, Jobs wurden untereinander ausgetauscht, im Laufe der Jahre nahm es mafiöse Züge an, weshalb ich die Leitung abgab. Zudem drohte der Stammtisch einzuschlafen. Da bin ich lieber abgehauen und habe mich ein halbes Jahr nicht mehr hingetraut.

——- Seit Ende des letzten Jahres steht der BiBloStati unter neuer Leitung und macht sich ganz prächtig. Viele neue Gesichter haben sich zu uns getraut. Am meisten scheint aber der Umstand, dass wir unsere alte Stammkneipe verlassen haben, um durch die Stadt zu tingeln und eine neue Stammkneipe zu suchen, dazu geführt haben, dass die Stimmung wieder steigt.

——- Prima Sache, prima Leitung, prima Leute. Außerdem führe ich aus dem Exil die Regel ein, dass mir mindestens zwei Weinbrand Cola am abend spendiert werden müssen, da ohne mich vor 2000 Jahren niemand auf den Unfall die Idee gekommen wäre…Brabbelbrabbelbrabbel…

Waterloo, niemand ist weniger gut als du

——– 40 Jahre ist es her, da haben ABBA den Grand Prix gewonnen. natürlich ganz verdient, auch wenn Waterloo nicht ihr bestes Stück ist. Und vor 20 Jahren hat sich Kurt Cobain erschossen. Auch nicht das Beste, was er so gemacht hat. Mit ein paar Kniffen und Tricks könnte ich einen recht augenöffnenden Text darüber schreiben, wie diese beiden Ereignisse miteinander zusammenhängen, und nein, es ginge in dem Text nicht darum, Kurt Cobain und Napoleon miteinander zu vergleichen. Ich glaube, ich warte noch 20 Jahre, bevor ich diesen Text veröffentliche.

(Den Strich am Anfang mache ich jetzt immer, weil ich das Gefühl habe, das könnte ganz hübsch aussehen)

(Wetten, dass ich es beim nächsten Blogeintrag schon wieder lasse?)

(Apropos “Wetten, dass…!?”, da könnte ich ganz sicher einen Vergleich zu Napoleon herstellen. Bis das passiert ist, bitte noch einmal meine Liste durchgehen, in der ich aufgelistet habe, wer…)

Es fehlt etwas

Last Christmas

Ein ganz spezieller Gast

Angenehmes Publikumsklatschen, nicht zu aufdringlich, nicht zu aufgedreht, der Show angemessen also. Moderator tritt auf.

Moderator: Hallo, herzlich Willkommen zu „Ein ganz spezieller Gast“, unserer kleinen Personality-Show am späten Donnerstagabend. Heute habe ich mir einen ganz speziellen Gast eingeladen, den alle kennen, der sich aber selber nur selten zu seinem Prominentenstatus äußert, ich freue mich ganz super auf: den Hitler-Vergleich.

Auftritt HV.

HV (vom Applaus gerührt): Hallo, super, hallo.

Er begrüßt das Publikum, wendet sich dann dem Moderator zu. Kurzes Innehalten, man weiß nicht, ob man sich umarmen oder einfach nur die Hand geben soll. Beide nehmen Platz in den beliebten „Ein ganz spezieller Gast“-Sesseln.

Moderator: Lieber Hitler-Vergleich, ich bin richtig stolz darauf, dass ich es endlich geschafft habe, dich in meine kleine Personality-Show zu bekommen. Du bist ja bekannt dafür, dich nicht zu sehr in den Mittelpunkt zu rücken, ich würde fast meinen, dass du eine eher scheue Berühmtheit bist.

HV (findet er auch): Das stimmt, Jochen, ich halte nicht viel davon, mich aufzudrängen, das widerspricht meiner sehr zurückhaltenden Art. Klar, hin und wieder mal auf den roten Teppich, da kommen wir ja alle nicht drum herum…

Moderator lacht zustimmend. Er weiß, wovon Hitler-Vergleich spricht.

Moderator: Hitler-Vergleich, mich würde interessieren, was macht eine so bekannte Persönlichkeit wie du, wenn sie einfach mal ausruhen will? Du hast ja viel zu tun, viele Charity-Veranstaltungen, dein Engagement im „Verein für vergleichende Naturwissenschaften“ und dann immer wieder die Auftritte, wenn ein Politiker dich ins Rampenlicht rückt. Wie entspannt ein so beliebter Vergleich?

Hitler-Vergleich überlegt kurz, eine lyrische Stille bewegt das Publikum.

HV (ganz menschlich): Ich mach so ganz einfache Sachen, fernsehen, hin und wieder Radio hören, Mails checken, das sind so die kleinen Sachen, die mir Spaß machen…

Moderator: Amerikanische Serien gucken?

HV (ertappt): Oh ja, da bin ich wohl wie jeder andere von uns, da kann ich schon mal eine ganze Staffel am Abend schauen, egal was, die Amerikaner sind ja super im Serienmachen, anders als zum Beispiel die Russen.

Moderator (munter): Ja, ja, die Russen.

HV: Ich meine das gar nicht böse, aber da kommt ja einfach nichts von denen. Die Russen sind da ja wie…

Moderator: Na, na, na, wir wollen doch nicht unpassende Vergleiche in die Welt setzen.

Erheiterung im Studio.

HV (einsehend): Nein, haha, das liegt mir natürlich fern.

Moderator: Eine Umfrage unter hundert Deutschen hat gezeigt, dass neunzig Prozent den Hitler-Vergleich kennen, ihn aber gar nicht so gerne haben.

HV: Oh, das kann ich verstehen, ich mag mich ja manchmal selber nicht so richtig. Das liegt aber eher daran, dass ich oft gegen meinen Willen auftreten muss.

Moderator: Schrecklich. Kommen wir zu unserem musikalischen Gast. Aus den USA, mit seiner Mundharmonika, Blind George Windowmantrain. Super.

Auftritt Blind George Windowmantrain. Publikum klatscht an unpassenden Stellen.

Moderator (euphorisch): Ganz toll, Blind George Windowmantrain aus Alabama.

HV: Super-bluesig.

Moderator: Eine Seite, die nur wenige an dir kennen, du bist ein großer Blues-Freund.

HV: Das ist für mich einfach eine super-ehrliche Musik. Ich mag das.

Moderator: Kommen wir zu unserem Show-Act. Sie kennen ihn, Sie mögen ihn, er ist gerade mit seinem Comedy Programm auf Tournee, begrüßen Sie mit mir Winfried Gabelbieger und einen kleinen Ausschnitt aus seinem Programm „Dick ist fetter als dünn“.

Auftritt Winfried Gabelbieger. Einige Gäste im Publikum fühlen sich angesprochen.

Moderator: Was für ein witziger Auftritt. Und das war es auch schon wieder. Wie schnell so eine Stunde rumgeht, wenn man Spaß hat. Hitler-Vergleich, ich bedanke mich ganz herzlich für deine ehrlichen Antworten und hoffe, dass ich dich bald mal wieder hier begrüßen darf.

HV: Sehr gerne. Ich fand das auch einen sehr gelungenen Abend.

Moderator: Auf Wiedersehen und bis zum nächsten Mal, dann mit dem Lacoste-Krokodil.

Klatschen. Moderator und Hitler-Vergleich bleiben sitzen und unterhalten sich angeregt über die letzte Stunde.

Notausgang

Umweltmobil mit NotausgangNein, nein, im Notfall nicht in Richtung der Kamera laufen, sondern durch alle Sonderabfallbehälter. Wer als Erster den Ausgang erreicht, erhält eine witzige Überraschung, die mit Sonderabfall zu tun haben könnte, wenn man schlau genug ist.

Weekly Update

Schon wieder eine Woche rum! Was ist geblieben? Nüschte, würd ich mal sagen. Seit ich meine 14-Stunden-Schichten im Kraftwerk bewältigen muss, bleibt kaum noch Zeit für was anderes. Klar, Strandbuggy fahren oder Geschlechterbestimmung bei Schmetterlingen, das wird mir niemals jemand nehmen können, aber diesen Blog, quasi ein öffentliches Tagebuch, an dem sich jeder abarbeiten und über den sich jeder ob der Themenwahl beschweren darf und kann, diesen Blog vernachlässige ich wie einen Zwillingsbruder, der zum Schutze aller auf dem Dachboden hausen muss.

Das Beste an der vergangenen Woche: ich habe alle meine Musikdateien auf eine zweite Festplatte gepackt, das hat neun Stunden gedauert.

Das Blödeste an der vergangenen Woche: mein Handy ist kaputt :(

Auf eine neue Woche!

Patty! Patty!! Patty!!!

Hach, wie schön es ist, hübsche Menschen zu sich einzuladen und ihnen dabei zuzusehen, wie sie Chipse auf dem Boden verteilen. Ich würde das gerne jede Woche machen, aber da machen meine Nachbarn wohl nicht mit. Zudem sind viele überrascht, wenn sie erfahren, dass ich gerne Menschen um mich habe, gelte ich doch als menschenscheuer Eremit, der nur alle sechs Monate aus seiner Höhle kommt und eine Kuh von einer Wiese klaut. Sollen die denken, was sie mögen. Ich mag meine Menschen.

Meine drei Lieblingserkenntnisse nach jeder kleinen Feier:

  • Ich vergesse immer Wasser zu kaufen.
  • Niemand mag Salzstangen.
  • Die Zahl der bestialisch abgeknibbelten Bierflaschen-Etiketten wird von Mal zu Mal größer. Einer (oder mehrere) meiner Gäste unterdrückt irgendetwas. Aber was nur?

Mit meiner sorgfältig zusammengetragenen Musikliste bei iTunes bin ich sehr zufrieden. Ich wurde überdurchschnittlich oft nach Titel und Interpreten gefragt, hin und wieder gab es überraschte Blicke wegen des Trash-/und Hochkulturgefälles, einige Male war einem sogar nach tanzen, aber das kann ich natürlich nicht zulassen. Ich notiere mir schon mal, wer einen begehrten Platz für die nächste Chipskrümelei bekommt.