Brohm woanders

Sacha Brohms zweites Buch (November 2012)

Sacha Brohms zweites Buch (November 2012)

Sacha Brohms erstes Buch

Sacha Brohms erstes Buch

Vergehen gegen Flaschen

Vergehen gegen Flaschen——- Wahrscheinlich ist das Phänomen schon umfassend erforscht, aber ich möchte es noch einmal in die Köpfe der Menschen zurückholen: Vergehen gehen Flaschen. Es begab sich nämlich zu einer Zeit, zu der ich ein neues Lebensjahr begrüßte, und dazu lud ich mir liebe Freunde ein. Sie kamen, schnappten sich die bereitgestellten Bierflaschen, tranken sie hastig aus und alle hatten gute Laune.

——- Am darauffolgenden Tage sammelte ich die leeren Flaschen in der gesamten Wohnung ein und dachte wie immer: Wer vergeht sich denn so abscheulich an den Flaschen? Habe ich Massenmörder unter meinen Freunden? Was sagt das Geknibbele und Gerupfe aus, mit dem die Flaschen konfrontiert werden? Ich habs mal untersucht:

  • Flasche 1 (ganz links): Nichts abgeknibbelt, nichts eingeritzt, solche Flaschen bringt man gerne zurück. Der Nutzer dieser Flasche gilt als besonders treu und auch als etwas langweilig. Wahrscheinlich Bauzeichner oder DJ.
  • Flasche 2: Mit Fingernägeln eingeritzte Spuren von Hass. Der Nutzer dieser Flasche steht auf unsicheren Beinen (Atemnot?), braucht die Bestätigung durch eine Vaterfigur und sammelt Kleinteiliges (Zigarettenkippen?)
  • Flasche 3: Abgeknibbeltes Etikett (Stufe 1). Nutzer droht Identitätskrise, vielleicht sogar Dämmerschlaf? Weitere Merkmale: 1,70 groß, mittleres Gehalt, Haustier als Beziehungsersatz.
  • Flasche 4: Abgeknibbeltes Etikett (Stufe 2). Dem Nutzer droht eine weiträumige Orientierungslosigkeit bis hin zur Gottesnähe. Das fast vollkommen abgeknibbelte Etikett steht für den Schmerz durch Schläge auf den Hinterkopf. Das Verdecken des Biernamens durch das abgeknibbelte Etikett zeugt von einem tiefen Misstrauen gegenüber Biernamen.
  • Flasche 5: Oft übersehen: der Hinterknibbler. Fühlt sich sicher, da niemand den hinteren Teil der Flasche beachtet, knibbelt umso akribischer und sauberer, weil er auf geordnetes Alleinsein besteht.

Mischformen bedürfen einer genaueren Untersuchung. Soviel sei gesagt: Vergehen gegen Flaschen sind ein Greuel und gehören geahndet. Prost!

Gebt ihnen keine Waffen!!!

——- Letztens lief ich an einer Straße lang. Das mache ich sehr oft, denn in Städten gibt es viele Straßen. Wie auch immer, ich laufe da so vor mir her und höre hinter mir plötzlich etwas auf den Asphalt klacken. Ich drehe mich um und sehe, wie ein schwazer Vogel von der Straße hochfliegt und sich auf einem Kabel niederlässt, das zur Stadtbahn gehört.

——- Nun frage ich mich einen kurzen Moment, was war denn das? Aber dann sehe ich, dass da eine Nuss oder etwas ähnliches auf der Straße liegt und mir in dem Moment Autos entgegenkommen. Blitzschnell kombiniere ich: Der schwarze Vogel lässt seine Nüsse durch Autos knacken und wartet auf dem Kabel. Das habe ich nämlich schon mal im Fernsehen gesehen, aber noch nie in freier Wildbahn.

——- Ich muss gestehen, dass mich das den ganzen Tag begleitet hat, ich habe da ständig dran gedacht, wie pfiffig das ist. Und nein, seitdem lege ich nicht Nüsse auf Straßen, damit vorbeifahrende Autos sie knacken, während ich auf einer Oberleitung hocke. Aber, nennt mich einfältig, das hat mich schon beeindruckt.

Sätze, über die sich jeder Hochzeits-DJ freut

  • „Ach, du legst noch mit CDs auf?“
  • „Eigentlich sollte ich ja auf der Hochzeit auflegen, aber ich war denen zu teuer. Na ja, du kannst das ja auch ganz gut.“
  • „Ich glaube, du machst das mit dem Mischen nicht richtig. Man merkt ja gar nicht, wann ein Stück aufhört und das nächste anfängt!“
  • „Darf ich mal meinen iPod anstöpseln?“
  • „Darf ich mal durch deine CDs gucken? Vielleicht find ich ja noch was Gutes, das du spielen kannst!“
  • „Ich stell mal mein Bier auf dem Mixer ab. Kipp es ja nicht um!“
  • „Das Wichtigste an einem Hochzeits-DJ ist ja, dass er merkt, wenn einer der Gäste gelangweilt ist und dem dann jeden Musikwunsch erfüllt, um ihn wieder aufzumuntern.“
  • „Ich bin der Vater der Braut, ich werde ja wohl wissen, was sich meine Tochter gewünscht hat!“
  • „Legst du auch noch was auf, was die Leute richtig gut finden werden?“
  • „Kennst du Hip Hop?“
  • „Mein DJ-Name ist Bernd. Vielleicht können wir ja mal was zusammen an den Start bringen!“
  • „Leg sofort Atemlos von Helene Fischer auf, sonst hau ich dich um!“
  • „Wehe, du legst Atemlos von Helene Fischer auf, dann hau ich dich um!“
  • „Würdest du für 50 Euro auch auf meiner Hochzeit auflegen?“

Für das breite Publikum

Promi News

Unsere Studenten-WG sucht…

  • …jemanden, dessen Eltern immer pünktlich die Miete zahlen.
  • …jemanden, der eine Waschmaschine hat, und einen Trockner, und einen Herd, und einen Geschirrspüler, und einen Staubsauger, aber bitte nur neuwertige Exemplare, wir hatten schon genug Ärger mit dem alten Kram des ehemaligen Mitbewohners.
  • …jemanden, der kein Problem damit hat, dass er sein Zimmer mit einer Schlange, einem Hund, zwei Katzen und Schimmel (nicht das Pferd) teilen muss.
  • …jemanden, der gerne kocht, jeden Tag, auf Zuruf, auch nachts und am Wochenende, vor allem am Wochenende.
  • …jemanden, der keine WG-Erfahrungen mitbringt, um mit ihnen unser fragiles Zusammenleben durcheinanderzubringen.
  • …jemanden, der unseren WG-Flohmarktstand beaufsichtigt, bis wir das Geld abholen.
  • …jemanden mit Auto, gerne Kombi (an die Flohmärkte denken!).
  • …jemanden, der selten da ist, außer wenn gekocht werden muss.
  • …jemanden ohne befreundete Jurastudenten, die bei internen WG-Schwierigkeiten ihr Wissen präsentieren möchten.
  • …jemanden, der bei WG-Partys darauf achtet, dass nur in seinem Zimmer geraucht wird.
  • …jemanden, der keinen Mietvertrag braucht, um uns zu vertrauen.

Clemens Krauss im Herforder Marta

——- Eine der schönen Seiten des engagierten Lokaljournalismus ist, dass man zu vielen lokaljournalistisch wichtigen Veranstaltungen eingeladen wird. Auf Pressekonferenzen beispielsweise. Gerne und oft werde ich zu den Pressekonferenzen der Kunsthäuser eingeladen, die es in Bielefeld und um Bielefeld herum gibt.

——- Empfehlen kann ich derzeit die Ausstellung im Herforder Marta: Es ist Zeit – Clemens Krauss. Ganz tolle Sachen hängen da herum, zudem gibt es Filmarbeiten, und wenn man sich anmeldet, kann man an den Wochenenden mit ihm über seine Arbeit reden. Oder über was anderes. Wie in einer Therapiestunde.

——- Natürlich sind wir Lokaljournalisten auch gierige Sammler. Den “Katalog” zur Ausstellung bekommen wir häufig auf der Pressekonferenz dazu. So wie dieses Kunstbuch zur Ausstellung. Es gibt 1000 Stück davon, aber jedes hat einen eigenen Titel, den sich Clemens Krauss ausgedacht hat. Dann hat er auch noch unterschrieben. Prall!

Clemens Krauss Katalog——- Ich finde es natürlich sehr witzig, dass ich den Band bekommen habe, den er “un-versatile” genannt hat, hihi, findet ihr das auch?

Der lustigste Bielefelder auf der ganzen Welt

——- Da bin ich wieder. Schön war es in Venezuela. Ich bin zu nichts gekommen, nicht mal dazu, diese hübsche Seite mit knalligen Inhalten zu füllen. Das wird sich jetzt aber wieder ändern, bis ich nächste Woche nach Madagaskar abreise.

——- Neben den kaputten Blumen, die hier überall herumliegen, hat mich vor allem eine Nachricht der Lokalpresse traurig gestimmt. Der lustigste Bielefelder wurde gesucht und gefunden, die Menschen in Bielefeld haben das ganz demokratisch gewählt. Wer es ist, könnt ihr erfahren, wenn ihr dem Link folgt. Ich bin es natürlich nicht. Ich war eh schon gar nicht nominiert. Wenigstens wurde ich in Venezuela zum Vulkantroll ernannt, das ist ja auch nicht schlecht.

——- Ich arbeite jetzt mal daran, dass ich bei der nächsten Wahl wieder Chancen habe. Dann müsst ihr mich aber auch wählen. Ihr versprecht’s mir, oder? Das tut ihr doch, gell? Einfach klicken, ne? Wird schon. Euer Bobby Brohm

Sing meinen Song – Persönliche Ausgabe

——- Nun lief ja vor ein paar Wochen diese Show im Fernsehen, in der sich die wirklich langweiligsten Musiker und Musikerinnen (eine, wenn ich mich nicht täusche) gegenseitig jeweils die Songs der anderen Teilnehmer vorgesungen haben. Das finde ich tendenziell eine schöne Idee. Für die nächste Ausgabe sollten sich die Produzenten aber mal ein bisschen was trauen. Meine Favoriten für eine weitere Ausgabe von Sing meinen Song:

  • Peter Hein – Hat mit den Fehlfarben und Family 5 einige tolle Songs im Repertoire.
  • Dirk von Lowtzow – Tocotronic haben super Songs, die ich gerne mal von jemand anderem gesungen hören möchte, vielleicht von Peter Hein.
  • Nena – Jaaa, ein “Star” muss mit rein, damit einer die Sendung schaut, außerdem kann ich mir nichts Schöneres vorstellen als Dirk von Lowtzow, der “Nur geträumt” oder “Leuchtturm” singt.
  • Bernd Begemann – Hat nun wirklich eine der umfangreichsten Songsammlungen Deutschlands, die zudem von kurz bis lang alles bereithält.
  • Christiane Rösinger – Lassie Singers, Britta, solo, Frau Rösinger hat nicht nur eine extrem tolle Singstimme, sondern auch Songs, die ich mir von den anderen gesungen gut vorstellen könnte. “Ich muss immer an dich denken” als Duett zwischen Gitte und Jochen Distelmeyer – ein Traum.
  • Andreas Dorau – Seit Anfang der 80er dabei, mit einem der variationsreichsten Stilprogramme aller Teilnehmer. Muss was von Heinz Rudolf Kunze singen.
  • Gitte Haenning – Muss unbedingt Kapitulation von Tocotronic singen.
  • Jochen Distelmeyer – Der muss was von Gitte singen. Welches Stück, das kann ich gerade nicht entscheiden, aber es wäre einfach fantastisch.
  • Heinz Rudolf Kunze – Da kommen dann wahrscheinlich viele der anderen nicht (wegen der öden Deutschquote, für die sich Kunze eingesetzt hat), aber er hat schon ein paar tolle Songs gemacht. Christiane Rösinger, die “Dein ist mein ganzes Herz” singt, super.

——- Nur so als Anregung für die Macher. Gerne hätte ich noch Blixa Bargeld und Juliane Werding dabei, aber man muss ja auch noch an kommende Staffeln denken.

Zum Internationalen Katzentag

 

Kapitän Flöckchen

Ich bin ein Professor!

——- Viele fragen sich sicher, was eigentlich aus der Nichtlustig-Serie geworden ist. Das fragen sich doch sicher viele hier, oder? Wusste ich es doch. Ich erzähle es trotzdem!

——- Ich werde im August nach Frankfurt fliegen und dort neue Sprach-Takes für Professor Pickett aufnehmen. Darauf freue ich mich schon sehr, vor allem, weil ja mein Gegenpart, Professor Wilson, von Tommi Piper gesprochen wird. Wer hätte denn gedacht, dass ich mal bei etwas mitmache, wo ich mit Tommi Piper zusammen zu hören bin. Ich nicht. Ihr? Also ich nicht.

——- Wie es weitergeht mit der Serie, das erfahrt ihr natürlich hier.