Herzlich Willkommen auf der Autorenseite von Sacha Brohm aus Bielefeld
Meine bisherigen Veröffentlichungen. Beim Klick aufs Bild gibt es mehr Infos.
|
Ich hatte heute ein sehr interessantes Gespräch mit jemanden, der schon ein paarmal unsere Lesungen besucht hat. In unserem Gespräch hat er nebenbei erwähnt, dass er sich gut vorstellen könnte, dass ich mal auf einer betriebsinternen Veranstaltung lese. Da habe ich gesagt, dass ich das ja machen könnte. Da meinte er: “Wie?”
- Meinte ich. “Na ja, gib mir Geld, dann lese ich betriebsintern.”
- Meinte ich: “Äh, klar geht das. Warum sollte das nicht gehen?”
- Meinte er. “Ich dachte, das würde anders funktionieren?”
- Meinte ich so: “Häh, wie soll das denn anders funktionieren?”
Na ja, so ergab sich ein wunderbares Hin und Her, während dem mir klar wurde, dass man gewisse Dinge anscheinend erst einmal ganz klar formulieren muss, bevor die passieren. Deshalb formuliere ich hiermit ganz klar:
MAN KANN MICH FÜR LESUNGEN MIETEN! DAS GEHT GANZ EINFACH!
Ich bin sehr gespannt, ob das funktioniert. Wenn ja, dann beiß ich mir in den Arsch. Wenn nicht, dann nicht.
Ich bin ja bekannt dafür, dass ich Lesungen schon sehr früh ankündige. Und damit möchte ich auch nicht aufhören, schließlich nennt man mich nicht umsonst den “Peter Maffay der Lesebühnen”. Und gerade, wenn es um die für mich wichtigste Lesung des Jahres geht. Ganz genau, ihr hört richtig: die für mich wichtigste Lesung des Jahres. Was diese Lesung für andere sein wird, das kann ich noch nicht einschätzen. Ich hoffe allerdings, dass sie für alle zur wichtigsten Lesung des Jahres wird.
Worum geht es denn nun?
Ich will es euch sagen:
Sololesung “50 neue Texte”
- im Bielefelder Lichtwerk Kino
- für 9 Euro, erm. 5 Euro, freie Platzwahl.
Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Es sind noch fast zwei Monate bis zur Lesung aber vielleicht ist es ganz ratsam, sich schon mal Karten zu besorgen. Kann aber auch sein, dass es noch am 29. Mai selber viele Karten geben wird. Wer mag das schon wissen?
Ich freue mich schon sehr auf diesen Abend, denn ich werde zum ersten Mal ein vollkommen neues Programm lesen. Nur Texte, die ich noch nie gelesen habe, also ganz neue, und vielleicht den einen oder anderen, den ich erst einmal gelesen und dann stark überarbeitet habe. Es wird also keine “Emetophobie” geben und auch kein “Wirbeln kommt im Alter”. Das sind mittlerweile oft gehörte Klassiker, die ich erst wieder lesen werde, wenn ich mal 80 oder 100 bin. Jedenfalls in Bielefeld. In anderen Städten, jaa, da lese ich die nach wie vor ununterbrochen. Aber in Bielefeld kann ich mir das nun wirklich nicht mehr erlauben. Die Texte aus dem Buch sind also tabu.
Deshalb: 50 neue Texte. Einige länger andere kürzer. Ein buntes Allerlei des Begehrens. Nur an diesem Abend. Und keine Angst, ich werde nicht wirklich alle 50 neuen Texte vorlesen. Außer, das Publikum prügelt mich dahin.
Liebe Leser und Leserinnen, bitte: wenn ihr Post bekommt, in der steht, dass ihr fast 1 Millarde Euro gewonnen habt, bei einer Lotterie, deren Namen ihr noch nie gehört habt, bei der ihr niemals mitgemacht habt, dann schickt denen auch kein Geld, um irgendwelche seltsamen Kosten zu begleichen. Das hat nämlich eine nette Dame gemacht, die gestern bei Akte 2//0()/10 in die Kamera sprach.
Sie hatte Post von einer spanischen Lotterie bekommen und in dem Brief stand drin, dass sie an die 900.000 Euro gewonnen hätte. Zuvor sollte sie allerdings fast 80.000 Euro auf ein fremdes Konto überweisen. Nicht auf einmal, nein, immer wieder mal ein bisschen was.
Hat sie natürlich gemacht. Ihr Rentenkonto angesaugt und erst mal keinem was erzählt bspw. ihrem Mann, denn sie wollte die ganze Familie zu Weihnachten überraschen. Mit 900.000 Euro.
Ich möchte mich jetzt gar nicht über die Dame lustig machen. Ich möchte nur jetzt schon mal wissen, ob ich im Alter auch so einfältig sein werde, dass mir irgendjemand, dessen Namen ich noch nie gehört habe, mir einen Brief schreibt, um Geld bittet, weil ICH was gewonnen habe und ich ihm das Geld dann schicke.
Das würde ich heute nicht machen und ich hoffe, dass ich im Alter ähnlich clever sein werde. Hinzu kommt, dass ich wahrscheinlich niemals so viel Geld haben werde wie die Frau, die ihr Rentenkonto geplündert hat. Das ist traurig. Bewahrt mich aber auch vor Schlimmerem. (Stimmt “Schlimmerem”? Hört sich falsch aber auch lustig an mit den ganzen m.)
Man soll ja eigentlich nicht direkt nach einer Veranstaltung (Lesung) was darüber schreiben. Vor allem, wenn man fand, dass die Veranstaltung (Lesung) super war. Das macht man nicht. Seine eigenen Veranstaltungen (Lesungen) bejubeln kann schnell einen Beigeschmack bekommen, den man eigentlich nicht auf seiner Homepage haben möchte. Aber ich tu es trotzdem, weil ich als charmanter Querulant bekannt bin.
Die letzte Sitzen 73 Lesung war ein Brummer. Das war richtig schön. Hier und da standen ein paar freie Plätze herum aber der Großteil des Sitzmobiliars (ich will vermeiden, noch einmal “Plätze” zu schreiben) war besetzt. Das ist schon mal schön. Gerade auf einer letzten Lesung. Da weiß man gleich, dass man den Menschen nicht egal ist. Das Publikum sah sehr gut aus und es hatte sich auch kein unangenehmer Reinrufer reingeschlichen. Ein unangenehmer Reinrufer kann so einen Abend ja erheblich stören. Nix da, das gutassehende Publikum hat ganz locker unser Programm angenommen und war bis auf ungehemmte Lachattacken mäuschenstill. Schön.
Und wir? Wir haben unser Bestes gegeben. Laute Texte, leisere Texte mit lauten Anteilen, Texte mit Anteilen, Lauten mit Textanteilen, alles hatten wir im riesigen Lesebühnenkoffer der Superunterhaltung dabei. Schön war das. Schön auch, dass so viele Menschen dabei waren, die uns seit den Anfangstagen begleiten.
Und so sage ich (leicht angetrunken und frischgeduscht – mitten in der Nacht, verrückt!), dass dies eine der schönsten Lesungen war, an denen ich bisher beteiligt war. Danke an unseren Gast Andreas Liebold. Und ein aus tiefsten Herzen kommendes DANKESCHÖN an Stefanie und Volker, mit denen ich in den letzten fünf Jahren eine tolle Lesebühnenshow auf die Beine stellen durfte. Da haben sich ganz viele Sachen entwickelt, die ich alleine niemals hinbekommen hätte. Danke dafür. Und Danke auch noch einmal an unsere Fans, ja, ich möchte sie gerne Fans nennen, Danke an alle unsere Fans. Bleibt uns Dreien treu. Schaut immer regelmäßig auf unsere Homepages und in die “Medien”, ob da was von Veranstaltungen (Lesungen) steht. Ich kann versprechen, dass wir alle alleine weitermachen werden.
Das soll es gewesen sein.
Sitzen 73 sagt Tschüß und Gute Nacht.
Hier hat Herr Ridder was im NW-Blog geschrieben
Die Julia hat auch noch was geschrieben
Und der Frank nämlich auch
In einer Woche gibt es Sitzen 73 nicht mehr. In einer Woche hatten wir unsere letzte Lesung im Bielefelder Theater am Alten Markt. Danach ist dann Solo dran. Keine schützende Gruppe mehr um einen herum. Wenn man mal einen schlechten Abend hat, dann muss man das alleine ausbaden. Da kann einen dann niemand mehr raushauen. Schade. Aber auch ein schöner Gedanke zu wissen, dass wenn die Leute am Ende klatschen (hoffentlich), dass sie nur einem selber zuklatschen. Ein bisschen Ego muss ja wohl mal erlaubt sein.
Am 27. Februar lese ich jedenfalls zum letzten Mal mit Stefanie Schröder und Volker Backes in dieser Konstellation. Das machen wir nun seit 2006, dem Jahr, als Stefanie zu Volker und mir stieß. Mit Volker lese ich schon seit 2002 zusammen in festen Lesebühnen. Ganz schön lang. Ich denke, wir werden uns immer wieder mal lesend über den Weg laufen. Jeder plant ja auch seine eigenen Sachen. Ich werde sicherlich mal auf Stefanie und Volker zurückgreifen, wenn ich zwei erfahrene Lesebühnenautoren brauche.
Nach der Lesung am Samstag gibt es übrigens noch eine Party im Foyer des TAM. Mit so nem richtigen DJ und Tanzmusik. Ich würde mich sehr freuen, wenn genügend Gäste bei uns blieben, um noch ein wenig mit uns zu feiern.
Endlich bin ich wieder online. Und ich kann wieder telefonieren. Es handelte sich um eine “Verschaltung”. Das hat jedenfalls der äußerst nette Techniker mit russischem Akzent gesagt, als er am Freitag an allen möglichen Kabeln herumgezogen hat. Er hat alles in die Wege geleitet und der Telekom berichtet, dass sie was machen muss. Was sie auch getan hat. Um 18 Uhr kam der erlösende Anruf über mein Festnetztelefon, das eine Woche nicht funktioniert hat. Als es geklingelt hat, bin ich ganz normal dran gegangen, ohne dran zu denken, dass das ja bedeutet, dass es wieder funktioniert. Erst als der Telekom-Mann sich vorstellt wird mir klar, dass es wieder heile ist. Das war ein bisschen witzig.
Ich will nicht sagen, dass die Woche ohne Netz die Hölle war. Das war sie tatsächlich nicht. Man kann auch überleben, wenn man nicht im Zehnminutentakt nach Mails guckt. Das geht. Aber online zu sein ist schon schön. Was immer man vom Internet halten möchte. Es ist wie ein Möbelstück, das herumsteht und zu irgendetwas nutzt. Wenn es aber weg ist, wird einem plötzlich klar, wie hübsch es ist und wie doof es ist, dass es weg ist.
Ich hoffe, dass sich niemals wieder jemand verschaltet.
Ein kleines Jubiläum feiert der an an Jubiläen nicht arme Bielefelder Bloggerstammtisch am 26. Februar. Da treffen sich die Bielefelder Blogger, Facebooker und Twitterer zum fünften Mal in Folge. Ohne monatelange Pausen dazwischen. Nicht schlecht. Ich denke, das schaffen wir noch bis Mai. Danach hocken wieder alle auf dem “Siggi” und kulten derbe ab. Ich hoffe, es gibt bald auch zu diesem Bielefelder Original einen Film.
Bis dahin freue ich mich, wenn alle die sich angesprochen fühlen, in die Tangente kommen. Ab 20 Uhr sitzen da alle bekannten und unbekannten BloggerInnen und social networkerInnen Bielefelds.
Es wird gesellig und charmant. Vielleicht lernt man sogar den Partner fürs Leben kennen, was sich rumsprechen wird wie ein “Lauffeuer” und dann wird aus dem Bielefelder Bloggerstammtisch plötzlich der Bielefelder Singletreff “Singles mit Meinung“.
Ich habe momentan ein paar Probleme mit meinem Telefonanbieter. Ich kann zu Hause weder telefonieren noch ins Netz. Das ist nicht schön. Aber auch gar nicht so dramatisch. Ruft man halt über Handy (ich…über Handy) beim Telefonanbieter an. Am besten zwei bis dreimal täglich. Da bekommt man gesagt, dass man an dem und dem Tag mal von 13 bis 17 Uhr zu Hause sein soll, denn es käme ein Techniker. Und dann sitzt man (ich) da so und wartet. Und dann kommt eine SMS (für mich) in der steht, dass alles in Ordnung sei und der Fehler behoben worden wäre. Und dann probiert man (immer noch ich) aus, ob tatasächlich alles funktioniert aber es funktioniert natürlich überhaupt nichts. Man ruft also wieder beim Anbieter an, der einem erklärt, dass man auf keinen Fall von 13 bis 17 Uhr zu Hause sein sollte und er würde das aber jetzt mal an die eigenen Techniker weiterleiten. Sie würden sich “zeitnah” melden. Das Dumme ist, dass sie sich wahrscheinlich heute vormittag melden, wenn ich arbeite. Wer mich kennt, weiß, dass ich an einem Ort arbeite, an dem ich regelmäßig Leute darauf aufmerksam machen muss, nicht zu telefonieren. Ich hoffe, die Techniker erreichen mich heute noch. Ich würde so gerne meinen Facebookstatus updaten. Zudem ist dies das lesebühnenmäßig alltäglichste Problem, das ich jemals thematisiert habe. Vielleicht komme ich damit zu einem Satirefestival, wenn ich den Beitrag noch etwas ausschmücke.
Eine Bitte habe ich, könntet ihr in den Kommentaren ein paar Facebookstatusupdates veröffentlichen.
|
|